Meine Fünf-Tage-Saftkur mit Kale and Me

Zu Beginn war ich ja schon sehr skeptisch. Da sollte ich nun fünf Tage lang nichts anderes als Saft zu mir nehmen. Das schaffe ich bestimmt nicht! Das waren die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf schossen, nachdem ich die Bestellung abgeschickt hatte. So begann meine Detox-Saftkur mit Kale and Me.Ich hatte leider keine andere Wahl. Der Sommerurlaub stand vor der Tür und ich wollte dringend noch ein paar Kilos in Deutschland lassen, bevor ich in den Flieger steigen sollte. Also informierte ich mich im Netz über verschiedene Kuren und andere Möglichkeiten schnell Gewicht zu verlieren. Eigentlich ist die Kur zum detoxen oder als Einstieg in eine Ernährungsumstellung gedacht, aber was soll’s. Für 130 € exklusive Versand kamen die Säfte am Wunschtermin zu mir nach Hause. Da stand ich vor dem ersten Problem. Die fünftägige Kur besteht aus sechs Säften pro Tag zu 320 ml. Ich musste also 30 Flaschen in unserem Kühlschrank unterbringen. Na gut, ich wollte ja in den nächsten Tagen eh nichts essen und mein Partner musste dann leider sehen wo er bleibt.

Säfte von Kale and Me

Hochmotiviert sollte am nächsten morgen die Kur starten. Um gut vorbereitet zu sein studierte ich artig die beiliegende Broschüre und das Kurtagebuch. Meinen ersten Saft hatte ich am nächsten Tag um neun Uhr morgens und dann gab es alle zwei Stunden eine weitere Flasche, so dass ich 19 Uhr abends die letzte Flasche zu mir nehmen durfte. Die Säfte sind in ihren Geschmacksrichtungen breit gefächert und es müsste eigentlich für jeden etwas dabei sein. Ich spare mir an dieser Stelle eine Beschreibung aller Säfte und meine persönliche Meinung dazu. Die Säfte sind auf der Seite von Kale & Me wunderbar beschrieben und der Rest ist einfach Geschmacksache.

Der erste Vormittag verlief problemlos. Es stellt sich keinerlei Hungergefühl ein, doch machte sich nach der Mittagszeit ein leichter Kopfschmerz bemerkbar, der bis zum Abend schlimmer wurde. Ich hatte davon in anderen Rezensionen gelesenen und war also nicht überrascht, als diese Symptome auch bei mir auftraten. Um dem ganzen ein Ende zu machen, ging ich sehr früh ins Bett. Am nächste Morgen startete ich um neun Uhr ohne Kopfschmerzen wieder mit meinem Saft. Die Schmerzen tauchten in den nächsten Tagen nicht wieder auf.

Auch sonst stellte sich bei mir kein Hungergefühl ein. Die Lust etwas zu essen war da und auch das Gefühl, aus Gewohnheit etwas essen zu müssen aber kein echter Hunger. Das ganze wich sogar langsam der Faszination. Die Verwunderung darüber, dass ich nun schon zwei Tage nichts gegessen hatte und ob ich das wirklich noch drei Tage durchhalten würde, spornte mich an und weckte meine Ehrgeiz. Nur meine sportlichen Leistungen habe in der Zeit gelitten. Ich habe einmal versucht meine 5 km Runde zu laufen. Es artete dann mehr in einen großen Spaziergang mit Laufeinheiten aus, da ich einfach keine Energie hatte.Säfte von Kale and Me

Um das ganze an dieser Stelle nun abzukürzen: Ich habe es geschafft. Ich bin nicht schwach geworden, sondern habe die Kur bis zum letzten Saft durchgezogen. Und ich hätte auch noch weitermachen können! Ab dem dritten Tag befand ich mich in so einer Art Tunnel. Mein Partner konnte neben mir Chips und Schoki schlemmen und ich hatte weder Lust etwas davon zu naschen noch war ich neidisch. Ich war demgegenüber total gleichgültig. Dieser Zustand hielt dann auch bis zum Ende der Kur an. Mein erstes richtiges Frühstück nach der Kur waren Haferflocken mit Beeren. Leider kann ich nicht sagen, dass die erste Mahlzeit nach so einer Kur ganz intensiv ist und man alles neu schmeckt. Für mich war es wie immer und da ich während der Kur kein wirkliches Hungergefühl hatte musste ich mich auch nicht übermäßig vollstopfen. Die übliche Portion hat mich, wie vorher auch, gesättigt.

Mein Fazit: Ich habe in den fünf Tagen 3,2 kg abgenommen. Das hat mich vor meinem Urlaub auf jeden Fall zufrieden gestellt. Natürlich entleerte sich in dieser Zeit der Körper und es kamen kaum große Mengen zu verdauendes Material hinzu. Auch bin ich mir bewusst, das der Körper zu Beginn vor allem Wasser verliert. Dennoch empfand ich die Kur für mich als Gewinn. Zum einen hat es mir gezeigt, dass ich mehrere Tage ohne feste Nahrung auskommen kann und ich habe mich danach wirklich gut gefühlt. Außerdem habe ich nach meinem Urlaub wieder getan und die dreitägige Kur absolviert. Sie war nach den Schlemmereien im Urlaub meine Rückkehr zu einer gemäßigten Ernährungsweise.

Was sind eure Erfahrungen mit Saftkuren? Habt ihr so etwas bereits ausprobiert oder plant ihr es?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.