Travel Guide USA: Über San Diego in den Joshua Tree Park

Nach unserem Aufenthalt in der Stadt der Engel waren unsere nächsten Reiseziele San Diego mit seinen Sehenswürdigkeiten und anschließend ein kurzer Aufenthalt im Joshua Tree Park.

Abendstimmung im Joshua Tree Park

Erkundung der USS Midway

Nach gut 2,5 Std. fahrt erreichten wir unser erstes Ziel, den  1992 stillgelegten Flugzeugträger USS Midway.  Der Flugzeugträger wird seit 2004 als Museumsschiff betrieben und bietet einen Einblick in das Leben an Board und zeigt verschiedene Flugzeuge auf Deck. Neben einer Tour mit dem Audioguide durch die Kabinen, Maschinenräume und Kommandozentrale kann man einen Flugsimulator besuchen oder in einem echten Kampfjet sitzen. Natürlich kann man auch einen Kaffee im bordeigenen Starbucks zu sich nehmen. Ein absolut faszinierendes Museum um einen Eindruck vom Leben auf so einem Schiff zu bekommen. Ich hätte das keinen Tag durchhalten, da es sowas wie Privatsphäre für den einfachen Soldaten anscheinend nicht gibt.

Für den Besuch sollte man ruhig mehrere Stunden einplanen. Wir waren selber überrascht, dass wir uns über drei Stunden dort aufgehalten haben und nur gegangen sind, da das Museum um 17 Uhr schließt. Anschließend war es Zeit unser Motel aufzusuchen. Eine gute und günstige Unterkunft ist in San Diego nicht so einfach zu finden. Für mein empfinden sind die Preise schon recht hoch. Wir haben uns für The Atwood Hotel San Diego Sea World/Zoo entschieden und waren mit der Wahl sehr zufrieden. Das Hotel liegt am Hotel Circle an dem sich eine Unterkunft an die andere reiht. Das Zimmer war sehr groß, modern eingerichtet und es gab einen Pool, den wir an beiden Abenden ausgiebig nutzten. Ein anders Argument der für das Hotel spricht ist der benachbarte Waffle Spot, bei dem man die besten Waffeln zum Frühstück bekommt.

Spezielle 4th-of July Waffeln und Bananen-Walnuss Waffeln.

Besuch im San Diego Zoo

Für den nächsten Tag hatten wir einen Besuch im San Diego Zoo geplant. Obwohl ich beim Thema Zoos durchaus zwiegespalten bin, ist dieser Zoo mit 3,2 Besuchern pro Jahr der meistbesuchte der USA und allein schon von seiner Größe und Aufmachung mit keinem europäischen Zoo vergleichbar. Die Habitate der Tire sind dort so gut wie möglich nachgebaut worden und es gibt eine Gondelbahn mit der man über den Park schweben kann. Weiterhin fahren Busse durch den Zoo mit dem man 3/4 des Parks erkunden kann. Ein absolutes Highlight des Parks waren für uns die Pandas. Aber zwischen den 3700 Tieren wird bestimmt jeder seinen Liebling finden. Da der Park ein Fläche von etwa 40 Hektar bietet, haben wir uns dort den ganzen Tag aufgehalten und nach einem kurzen Abendessen und einem Sprung in den Pool fielen wir erschöpft in unser Bett.

Übernachten in Yucca Valley

Im Prinzip haben wir leider nichts von der Stadt San Diego gesehen, da wir am nächsten Morgen unser Zimmer räumen mussten, um unser nächstes Ziel anzufahren. Auf der anderen Seite „müssen“ wir natürlich irgendwann wieder hin, damit wir San Diego genauer erkunden können. Doch jetzt hatten wir erstmal unser neues Ziel vor Augen. Wir fuhren auf den Highway Richtung Wüste. Richtung Yucca Valley und von dort in den Joshua Tree Park.

Während unserer fast dreistündigen Fahrt konnten wir beobachten, wie die Temperaturen auf dem Thermometer langsam aber sicher anstiegen. Gestartet waren wir in San Diego bei angenehmen 20 °C. In Yucca Valley angekommen hatten wir heiße 42 °C erreicht und wir beeilten uns unsere Sachen aus dem Auto in das Motel zu bekommen, damit wir aus der unbarmherzig brennenden Sonne verschwinden konnten. Für die eine Nacht hatten wir uns im Americas Best Value Inn and Suites -Yucca Valley eingemietet. Es war mit rund 55 € pro Nacht die günstigste Unterkunft auf unserer Reise. Das Zimmer ist sauber und klimatisiert. Allerdings in einem sehr speziellen Stil eingerichtet, aber für eine Nacht mit einem typisch amerikanischen Frühstück durchaus in Ordnung.

Der Vorteil an der Unterkunft ist, dass sie in einer kleinen Wüstenstadt liegt, in der wir etwas essen konnten, tanken und  Proviant für den nächsten Tag einkaufen. Spätestens bei der Fahrt durch die Wüste hat es sich bezahlt gemacht, dass wir bei Target in Los Angeles eine kleine Kühlbox kauften . Wir habe sie in jeder Unterkunft mit Eiswürfeln aus der Eismaschine gefüllt und hatten  dadurch auf den Fahrten immer kalte Getränke, Obst oder Gemüseplattem mit Dips als Snack dabei. Die 15 Dollar waren dafür bestens investiert und das Ding passte sogar in unseren Koffer und wir konnten die Box problemlos mit nach Deutschland nehmen.

In einer anderen Welt – der Joshua Tree Park

Nach einer Pause in unserem Hotel machten wir uns am späten Nachmittag über den Nordeingang auf in den Joshua Tree Park. Der Park umfasst ein Gelände von über 3000 km² und wir haben an diesem Abend nur einen winzigen Teil dieses wundervollen Naturreservates erkundet. Aber allein das reichte, um sich in den Park zu verlieben. Die karge Landschaft, die durch bizarre Felsfromationen unterbrochen wird und dazu die bis zu 900 Jahre alten Joshuabäume, die dem Park seinen Namen geben machen die Landschaft zu einem einzigartig schönen Erlebnis. Wir fuhren zu einem der zahlreichen Trails die im Park angelegt sind und wanderten ein bisschen umher. Der bevorstehende Sonnenuntergang taucht die Landschaft in ein einzigartiges Licht.

Neben den Trails bietet der Park noch mehr Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Man kann hier campen oder klettern gehen. Der Eintritt mit dem Auto kostet tagsüber 25 $ US-Dollar und ist danach 7 Tage kostenfrei. Ab ca. 17 Uhr sind die Eingänge durch die Ranger nicht mehr besetzt und man kann kostenlos den Park besuchen.

Nachdem wir genug herumgewandert waren setzten wir uns wieder in unseren Mustang und nutzten die Vorteile die ein Cabrio bietet. Wir fuhren das Dach herunter und warteten auf die Dunkelheit. Ein weiteres Erlebnis dieses Ortes ist, dass es keine Lichtverschmutzung gibt. Außer, dass ab und zu ein anderes Auto an einem vorbeifährt gibt es keine künstlichen Lichtquellen. Wir konnten hervorragend die Sterne und den Himmel betrachten. So saßen wir mehrere Stunden und beobachtete, redeten und philosphierten  bis in die Nacht, bevor wir uns wieder auf den Weg in unsere Unterkunft machten.

Dieser Ausflug ist mir und meinem Partner als einer der schönsten auf unseren Reisen im Gedächtnis geblieben und wir wären am nächste Tag wieder in den Park gekommen, doch die Zeit drängte. Auf unserem Plan stand, am nächsten Tag in Las Vegas einzutreffen und laut unserem Navi sollte dies mind. 5 Stunden Fahrzeit in Anspruch nehmen. Dazu aber mehr beim nächsten  Mal.

Eure Sonja

Habt ihr schon den Joshua Tree Park besucht oder plant ihr eine Reise dorthin? Wie waren eure Eindrücke?

 

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